StetoskopVor dem Beitritt zu Vereinen oder der Teilnahme an Sportkursen muß zumeist eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
Hierbei sollen bereits bestehende Erkrankungen erkannt werden.

Eine mögliche Verschlimmerung dieser erkannten Erkrankung oder gar das hierauf basierende Neuentstehen von Erkrankungen beim Betreiben der entsprechenden Sportart kann zumeist recht gut abgeschätzt werden. Eine Garantie für Unfallfreiheit oder Gesundheit kann hiernach natürlich kein Arzt geben. Die Untersuchung hilft also dem Sportler, nach entsprechender ärztlicher Beratung sein gesundheitliches Risiko, das nun jede Sportart in sich birgt, besser abschätzen und verantworten zu können. Neben einer allgemeinen Untersuchung und Befragung hinsichtlich früherer oder aktueller Erkrankungen gelten die wichtigsten Prüfungen hierbei dem Herz-Kreislaufsystem (EKG, Belastungs-EKG, Blutdruck), der Lunge (Lungenfunktion, ggf. Belastungs-Lungenfunktion/Spiroergometrie, Blutgasanalyse, Lungen-Röntgenaufnahme) und orientierend dem orthopädischen Befund. Außerdem erfolgt eine Blut- und Urinkontrolle. Die Tauchtauglichkeitsprüfung wird in unserer Praxis gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin durchgeführt, hierbei wird auch eine orientierende HNO-Untersuchung durchgeführt. Ist die zu untersuchende Person an sich gesund, so werden diese Untersuchungen nicht an einem Patienten durchgeführt und sind somit nicht über die Krankenkasse abrechenbar. Würde allerdings hierbei eine Erkrankung festgestellt, so wäre sicherlich zumindest ein Teil über die Krankenkasse abrechenbar. Die Sport- bzw. Tauchtauglichkeitsuntersuchung wird für Privatversicherte als auch für Kassenversicherte nach GOÄ (Gebührenordnung der Ärzte) abgerechnet. Details hierzu bei telefonischer Anfrage.

Tauchen bei Asthma bronchiale oder bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen

Den Richtlinien der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin zur Tauchtauglichkeitsuntersuchung gemäß stellt ein aktuell oder häufig zu Beschwerden führendes Asthma bronchiale einen Hinderungsgrund für das Tauchen (Ausschlußkriterium) dar: Es ist bekannt, daß der Asthmatiker auch im beschwerdefreien Intervall verstärkt auf Irritationen des Bronchialsystems reagiert. So können die trockene und relativ kalte Luft beim Tauchen mit Pressluftgeräten, Verschlucken oder nur eine stärkere körperliche Belastung auslösende Faktoren für einen Asthmaanfall sein.

Asthma bronchiale-Patienten mit einer notwendigen Dauertherapie sind somit untauglich als Berufs- und Sporttaucher. - Asthma bronchiale-Patienten im längeren beschwerdefreien Intervall ohne Medikamente und mit normaler Lungenfunktion sind als Sporttaucher tauglich.

Allgemein gelten Einschränkungen auch für die meisten übrigen Sportarten, bei denen über äußere Einflüsse Irritationen auf das Bronchialsystem ausgeübt werden. Schädigende und verschlechternde Einflüsse können z.B. sein: Kälte, Luftverschmutzung durch Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Stickoxid, hohen Ozongehalt, hohe Luftfeuchtigkeit, sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, hohe Allergen-Luftkonzentrationen, hohe Dauerbelastungen. Grundsätzlich sind jedoch bei individuell angepaßter, moderater Belastung unter Vermeiden von extremen Umgebungsbedingungen die meisten Sportarten für die Lungenerkrankungen günstig und sind insofern zu empfehlen!