AschenbecherVor allem das Zigarettenrauchen ist sehr weit verbreitet! Es ist auch die gefährlichste Form des Rauchens - Zigarrenpaffen oder Pfeife schmauchen sind etwas weniger riskant. Worin bestehen nun die Gefahren des Rauchens: drei Wege der Schädigung stehen im Vordergrund:

  • Durch den Rauch werden die kleinen Härchen (Flimmerhärchen), die die Schleimhäute der Bronchien bedecken und die für die innere Reinigung der Atemwege sorgen, vergiftet und sie verschwinden schließlich. Die Folge: die Atemwege können nicht mehr wie erforderlich von all den eingeatmeten Bakterien, Staub und Giften gereinigt werden. Alle diese schädigenden Partikel bleiben verlängert in den Atemwegen und führen zu Krankheiten (chronische Bronchitis, Asthma bronchiale, Krebs).

  • Im Zigarettenrauch ist Kohlenmonoxid. Das vergiftet den Sauerstoff-Transportplatz in den roten Blutkörperchen (die Sauerstoffbindungsstelle Hämoglobin). Das Blut wird so teilweise daran gehindert, Sauerstoff aus der Lunge zu den Organen zu bringen. Dieses ist natürlich besonders gefährlich für Menschen, die zum Beispiel einen schlecht durchbluteten Herzmuskel haben (Patienten mit Angina pectoris) und die dann ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall haben!

  • Rauchen von Zigaretten erhöht stark das Risiko, Lungenkrebs zu bekommen, da chemische Giftstoffe aus dem Zigarettenrauch die Zellen der Bronchialschleimhaut zur Krebsumwandlung anregen. Wer 20 Jahre 20 Zigaretten pro Tag raucht, erhöht sein Risiko, Lungenkrebs zu bekommen etwa auf das 20-fache.

Lohnt es sich denn, Rauchen nach vielen Jahren aufzugeben? Eindeutig: JA!

  • die Vergiftung der Hämoglobin-Partikel mit Kohlenmonoxid verschwindet schon innerhalb von Tagen

  • die Bedrohung der Atmungsfunktion durch die chronische Degeneration der Bronchien läßt in Monaten bis Jahren langsam nach und die Flimmerhärchen werden nicht selten wieder nachgebildet: sie Selbstreinigungsfunktion der Bronchien kann wieder gebessert werden

  • das Krebsrisiko sinkt innerhalb der ersten Jahre nach Entwöhnung sehr schnell auf die Hälfte bis ein Viertel des zuvor erreichten Wertes (und erreicht nach zehn bis fünfzehn Jahren Werte, wie sie auch Nichtraucher haben!).

In einem kompakten Programm über 3 Monate werden wir Sie in Ihrem Kampf gegen die Nikotinsucht unterstützen. Wenn nötig, werden wir Ihnen Medikamente zur Steigerung der Effektivität verordnen (Nikotinersatztherapie als Pflaster, Kaugummi, Nasenspray usw., evtl. Zyban®, evtl. Champix®). Wenn Sie entschlossen sind: wir sind auf Sie vorbereitet.

Was das kostet: Rechnen Sie insgesamt mit etwa 550 EUR, etwa zur Hälfte Arzneimittelkosten. Das scheint Ihnen viel? Haben Sie aber bedacht, was Sie bisher für Zigaretten ausgegeben haben? 20 Zigaretten pro Tag - ... 365 Tage im Jahr..., das läuft auf etwa 1500€ hinaus (und die Zigarettenpreise steigen).

So gesehen haben Sie schon allein im ersten Jahr ungefähr 1000€ gewonnen. Abgesehen vom viel wichtigeren Gewinn, den Sie für Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden, Ihr neues Selbstbewußtsein bekommen. Von den Krankenkassen dürfen Sie bei der Tabakentwöhnung leider kaum Unterstützung erwarten (vielleicht beantragen Sie ja doch bei Ihrer Bezirks-stelle die Erstattung - es wäre dann allerdings eine freiwillige Leistung Ihrer Krankenkasse). Haben wir Ihnen Mut gemacht?

Fragen Sie unser Praxisteam nach der Tabakentwöhnung. Wir unterstützen Sie!