Die Lungenembolie: oft schwer erkennbar, aber potenziell bedrohlich.

Was liegt zugrunde?

Ein Blutgerinnsel, das sich in den Venen - meist im Bereich der Beine oder des Beckens - bildet, löst sich und gelangt über den Blutstrom in den Lungenkreislauf, wo es diesen verlegt. In diesem Bereich der Lunge kann dann die Atmung nicht mehr funktionieren. Denn Atmung bedeutet, dass Die frische Atemluft in den Lungenbläschen ihren Sauerstoffgehalt an des die Lunge durchströmende Blut abgeben kann. Wenn der Lungenblutstrom unterbrochen ist, kann Sauerstoff nicht aufgenommen werden. 

Die Lungenembolie bietet diagnostische Probleme, da sie sich oft nur mir uncharakteristischen Symptomen zeigt. Hinweise sind

  • Luftmangel, der in der Spirometrie nicht hinweichend erklärlich ist
  • plötzlicher Brustschmerz
  • Schwellung/Überwärmung eines Unterschenkels


Bei hinreichendem Verdacht wird die Diagnose meist durch ein Computertomogramm (CT) der Lunge erhärtet. Wenn Die Lungenembolie gesichert ist, ist eine stationäre Notfalleinweisung praktisch immer unumgänglich.

 
 
LAE-Schema

Abb.: Eine großes Blutgerinnsel hat die zentralen Lungenarterien verlegt (Abb. aus: Frank H. Netter: The Ciba Collection, Volume 7 - Respiratory System)

 

 

 

TS

 

 

Abb.: Thrombose-Entstehung im Bereich der Beine oder des Beckens. Ein Blutgerinnsel bildet sich und kann, wenn es sich von der Venenwand löst, bis in den Lungenkreislauf gespült werden. (Abb. aus: Patientenatlas Innere Medizin des BDI 1998/99)